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Wichtige Infos

 

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Freiwillige Feuerwehr Eberhardzell

Die Geschichte

  

In den noch vorhandenen Gemeinderatsbeschlüssen im Rathaus lässt sich nachweisen, dass unsere heutige Freiwillige Feuerwehr einen Vorgänger gehabt haben muss.

So ist nachzulesen, dass bereits 1832 eine Feuerspritze erwähnt wird.

Die erste Feuerordnung der Gemeinde, welche schriftlich überliefert ist, stammt aus dem Jahr 1835. Sie besagt, dass keine Öfen, Branntweindestillen oder Dörrobstanlagen ohne die vorherige Kenntnisnahme der Lokalfeuerschau eingerichtet werden dürfen.

Im Jahr 1838 hat die Gemeinde eine Lokalfeuerordnung entworfen, laut der jeder Bürger der Gemeinde für die Unterhaltung der Feuerlöschgeräte 3 Floren und 48 Kreuzer zu zahlen hatte.

1875 stieg dieser Beitrag auf 3 Reichsmark und 60 Pfennige an.

In dieser Verordnung werden auch zum ersten Mal die Entlohnungsansprüche fixiert. Der Spritzenführer erhält so pro Jahr 6 Reichsmark und der Magazinverwalter 5 Reichsmark. Nach drei Jahren wird dieser Beitrag auf 10 und 9 Reichsmark angehoben.

 

Aus dem Gemeindeprotokoll von 1870 kann man herauslesen, dass für die Feuerwehr eine Saugmaschine angeschafft wird.

Im selben Jahr besitzt die Gemeinde Eberhardzell zwei Feuerspritzen und muss für die 7 Floren einen zweiten Spritzenführer berufen. Im Gemeindeprotokoll ist die Aufgeschlossenheit der Gemeinderäte für die Belange der Wehr zu erahnen. Es finden sich immer wieder Rechnungen für Beschaffungen wie Dach- und Steigleitern, Feuerhaken und Eimer. Im Jahr 1878 wird ein neuer Feuerwehrwagen angeschafft.

 

Bei der Ausdehnung der Gemeinde in ihre vielen Teilorte bekamen die Außengemeinden Dietenwengen und Hedelberg eine eigene Abprotzspritze.

 

Im Jahr 1875 wurde auch das erste Spritzenhaus erbaut.

 

Auf Anraten des Feuerwehrkommandanten wurden Ende der 80iger die Hausnummern erneuert um im Brandfall einen besseren Überblick zu bekommen. In den 90igern wurden die Übungen neu festgelegt: Steiger, Retter und Schlauchpfleger mussten mindestens 4, die Maschinisten mindestens 2 Übungen neben den zwei obligatorischen Hauptübungen jährlich leisten. Das Entschädigungsgeld für die Hautproben belief sich auf 40 Pfennige pro Mann, allerdings ausgezahlt als Verrechnungsbon, welcher bei einem Wirt der Gemeinde verzehrt werden durfte.

 

1891 nahm eine Abordnung der Eberhardzeller Feuerwehr am Landesfeuerwehrtag in Ravensburg teil und erhielt hierfür neue Uniformen von der Gemeinde.

 

Eberhardzell kaufte 1910 eine Wasserleitung. Hiermit lösten sich viele Probleme, andere entstanden. In allen Teilen der Zentralgemeinde war nun im Brandfall Wasser vorhanden. Allerdings verlangten die neun Hydranten auch neue Geräteteile. Somit wurden im gleichen Jahr noch 4 Strahlrohre und 25 stabile Schläuche angeschafft.

 

Im August 1911 wird in der Oberamtsstadt Waldsee der Bezirksfeuerwehrverband neu gegründet. Ihm unterliegt jetzt auch die Zeller Wehr. Ein Jahr später wurde durch den Landesfeuerlöschinspektor eine Änderung für die hiesige Wehr vorgeschlagen, die die ganze Einrichtung straffen sollte.

 

Stab    -------------------------                    5 Mann

1.Zug    Steiger und Retter                    18 Mann

2.Zug   Hydrantenmannschaft                18 Mann

3.Zug   1.Spritze                                   38 Mann

4.Zug   2.Spritze                                   30 Mann

5.Zug   Wachmannschaft                        8 Mann

6.Zug   Hedelberger Trupp                    18 Mann

7.Zug   Dietenwenger Trupp                 21 Mann

8.Zug   Heinrichsburger Trupp                9 Mann

 

Demnach besaß die Freiwillige Feuerwehr im Jahr 1912 165 Aktive.

 

Nach dem Großbrand bei Anton Lott, schafft die Gemeinde die neuen Normkupplungen an, um die Wehr schneller zu machen. Am 10.05.1931 findet der 12. Bezirksfeuerwehrtag des Verbandes Waldsee in der Gemeinde statt. Gemeinsam mit der Motorspritze Waldsee demonstriert die Eberhardzeller Feuerwehr bei einer Angriffsübung ihre Einsatzbereitschaft.

Im Jahr 1935 erhält die hiesige Wehr eine neue Klein-Motorspritze, welche damals 3224 RM kostete. Ihre große Bewährungsprobe hatte sie im 2. Weltkrieg beim Luftangriff auf Friedrichshafen. Sie war dort mit der Eberhardzeller Feuerwehr eine Woche im Einsatz.

 

In den ersten Nachkriegsjahren sind der Gemeinde finanziell die Hände gebunden. Trotzdem geht sie in Gemeinschaftsarbeit daran, in den Außengemeinden und Weilern neue Feuerlöschteiche anzulegen.

1959 ersetzt die Gemeinde die veraltete Motorspritze durch eine neue Tragkraftspritze TS 8/8. Die neue Spritze kostet 4300 DM.

 

1954 werden neue Uniformen angeschafft, welche der Wehr beim Dienst und beim Exerzieren ein gutes Bild geben sollen. Im Jahr 1969 bewirbt sich die Freiwillige Feuerwehr Eberhardzell um die Ausrichtung des Kreisfeuerwehrtages 1970und erhält den Zuschlag.

 

Gleichzeitig mit dem Kreisfeuerwehrtag feiert man das 100 jährige Bestehen der Wehr. Der Höhepunkt ist die Anschaffung eines LF 8 durch die Gemeinde. Zum Anlass wurde das Spritzenhaus völlig umgebaut. Die wurde durch die Männer der Wehr in ihrer Freizeit, an Samstagen und nach Feierabend erledigt.

 

1984 wurde ein gebrauchter TLF 8 – Unimog vom Katastrophenschutz in Hamburg günstig erworben. Dadurch wurde das Spritzenhaus zu klein.

 

Der Gemeinderat befasste sich einige Zeit mit dem Neubau des Feuerwehrgerätehauses mit Bauhof.

Ende 1986 erfolgte nach Rücksprache mit Kreisbrandmeister Jennen und dem Regierungspräsidium Tübingenwegen Zuschüssen der erste Spatenstich des neuen Feuerwehrgerätehauses.

 

Um die Gemeinde finanziell zu Entlasten, erklärte sich die Feuerwehr bereit, sich unentgeltlich an den Bauarbeiten zu beteiligen. In ihrer Freizeit leisteten die Feuerwehrkameraden einige tausend Arbeitsstunden, und trugen somit zum guten Gelingen bei.

 

Heute ist die Freiwillige Feuerwehr Eberhardzell mit ihrem jetzigen Fuhrpark(siehe Fahrzeuge) nach wie vor im 1986 -1988 erbauten Feuerwehrgerätehaus stationiert.